Neuhausen a.d. Erms

Luca: Ich mache jetzt einen Ausflug durch Neuhausen.

Lotta: Warum willst du einen Ausflug durch Neuhausen machen? Du wohnst doch hier.

Luca: Ich möchte Maultaschen einkaufen und vorher zur Hofbühlhalle gehen, weil ich habe da heute ein Spiel. Ich will mal sehen ob die Tribüne schon aufgebaut ist.

Lotta: Ach so, heute ist das Handballspiel TV Neuhausen gegen Saarlouis.

Luca: Ja, genau und ich bin der Torwart. Wir haben große Chancen, denn wir sind Tabellenführer. Den anderen Torwart kenne ich – er ist ein wenig langsamer als ich und heißt Patrick.

Lotta: Du spielst ja mit und hast eine Sitzkarte. Kann ich die haben? Ich will nämlich zugucken.

Luca: Ja, wir können noch Fans brauchen.

Lotta: Und nach dem Spiel kocht uns dein Papa Maultaschensuppe.

Kommentare

  1. Von Margarete Kächele am

    Im Ermstal sind die „Handbäller“ sehr wichtig und ihr habt wunderbar gezeigt, wie schon Kinder im Handballverein ein Stück Heimat finden können. Und die Maultaschen schmecken auf jeden Fall, ob man das Spiel nun gewinnt oder verliert. Gut gemacht!!

  2. Von Eberhard Zöfel am

    Ich finde das einen ganz herrlichen Tausch: man gibt die eigene Sitzkarte her und gewintn damit einen Fan beim! Wahrscheinlich lebt doch Heimat auch von solchen Vorgängen! Mir hat euer Stück viel Spaß gemacht!

  3. Von Gerda Streicher am

    Der kleine Dialog gefällt mir. Ich spüre gut, was für Luca und Lotta Heimat sein kann: die Zugehörigkeit zur Sportgruppe, Fan sein, das gemeinsame Maultaschensuppenessen (und dann dabei zur Abwechslung mal schlürfen dürfen). Wunderbar!

  4. Von Therese Kächele am

    Das ist eine sehr schöne kleine Geschichte über die Heimat im Ländle: Maultaschen, Handball und ein freundschaftlicher Tausch, von dem jeder etwas hat. Gut gemacht und lasst euch die Suppe schmecken! 🙂

  5. Von Judith am

    Liebe geht durch den Magen, und die Liebe zur eigenen Heimat oft auch – lokale Spezialitäten wie die Maultaschen sind ein sehr gutes Beispiel dafür, wie wir bestimmte Speisen mit einem Heimatgefühl verbinden.

  6. Von Axel Kösters und Gabi Dosch am

    Obs nun die heimatliche Suppe oder eher die väterliche Suppe ist, jedenfalls gibt sie den Buben nicht nur sportliche Kraft, sondern auch freundschaftlichen Kontakt. Gefallen hat mir auch, dass der Gegner nur als „ein wenig langsamer“ eingeschätzt wird, und nicht etwas als grottenschlecht. Aber etwas würd ich auch ändern: wenn die Eigennamen „Neuhausen“ und „Schönbuchhalle“ durch allgemeinere ersetzt wären, würd die Geschichte auch etwas allgemeingültiger wirken.

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