Hoffnung auf Flucht

(Ich rannte weg vor meinen Verfolgern, den schwarzen Wesen mit den toten Seelen. Schließlich kam ich an einer Tür an, sie war verschlossen, es war eine Sackgasse.)

Ich (mit meinem Bogen in der Hand): Was wollt ihr von mir?
(Die Wesen zischten, ich schoss einen Pfeil ab, aber mein Zielobjekt war nun luftig wie eine Wolke, wie als wäre es nie greifbar gewesen und der Pfeil flog durch ES hindurch. Dann wurde es wieder hart wie Stahl.)
Ich (jetzt panisch): Verschwindet! Und sagt dem dunklen Lord, er soll mich nicht länger suchen!

(Die Wesen kamen bedrohlich näher, sehnlichst wünschte ich mir einen Fluchtweg. Erneut versuchte ich die Tür zu öffnen, dieses Mal gewalttätig. Ich stürzte mich gegen sie, und die Tür gab endlich nach. Aber dann fiel ich in die Tiefe. Blaue Wasserströme umgaben mich, doch ich konnte atmen. Ich schaute nach oben, SIE folgten mir nicht mehr, dann nach unten, das Ende war unabsehbar. Und während ich noch überlegte, wie das alles möglich war und wo sich das Ende befand, veränderte sich die Atmosphäre um mich herum. Das Wasser verwandelte sich in Feuer, aber vergeblich wartete ich auf den Schmerz, es fühlte sich, ja, gemütlich an. Nach einiger Zeit umgab mich Erde, auch sie fühlte sich bequem an. Doch am Ende kam die Luft und als ich freie Sicht hatte, sah ich, dass außerhalb des Elementen-Strudels bunte Strähnen waren, es sah so aus, wie ich mir ein Portal vorstellte. Und dann landete ich sanft, doch ich konnte nichts mehr sehen, gleißendes Licht umgab mich. Dann gewöhnten sich meine Augen an das helle, pulsierende Leuchten und ich erblickte die schönste Gestalt die mir je begegnet war.)

Engelhaftes Wesen: Es ist schön, dich endlich zu sehen.
Ich (um mich blickend): Wer? Ich? Wo bin ich? Wer sind Sie?
Wesen: Ja, du bist es, auf die wir warten.
Ich: Wir?
Wesen: Thalia wird dir später alles erklären. Und nun komm.

(Meine Augen waren die ganze Zeit auf sie gerichtet, doch jetzt blickte ich mich um. Strahlende Farben umgaben mich. Leuchtend grüne Blätter an den Bäumen, ein wunderschöner hellblauer Wasserfall, Blumen wohin das Auge reichte. Und dann bemerkte ich die Wesen, die um uns flogen. Wunderschöne kleine Wesen mit glänzenden Flügeln, und alle starrten mich an und flüsterten leise miteinander.)

Ich: Wo sind wir hier?
Thalia: Wir sind in Kendar, einer Stadt im Lande Maru, auf dem Planeten Siri, in der Galaxie Leta, in der dritten Ebene. Und zu deinen anderen Fragen: Ich bin Wadia, eine Ilea. Ileas sind magische Kreaturen wie du.

(Mir blieb keine Zeit zum Sprechen, denn schon erreichten wir ein Tor, es wurde geöffnet. Und hundert Augenpaare anderer magischer Wesen blickten mich an.)

Eine andere engelhafte Kreatur: Ich bin Thalia, Königin von Maru. Es freut mich, dich kennenzulernen, Athene. Komm mit, ich werde dir alles erklären. Denn du bist die Auserwählte!

(Obwohl ihre Worte leise waren, schien jeder sie verstanden zu haben. Denn alle begannen zu jubeln. Und glücklich folgte ich der Königin von Maru, denn ich wusste, ich brauchte keine Angst haben. Ich musste nicht mehr fliehen, nun war ich sicher.)

Kommentare

  1. Von Nadia C. am

    Ich finde die Geschichte echt spannend und ausführlich erklärt. Es ist nicht zu lang und auch nicht zu kurz, einfach nur perfekt.
    Ich wünsche dir einfach mehr Glück beim Schreiben.
    (Deine) Nadia
    🙂

  2. Von Lou am

    Danke Nadia! Es freut mich sehr, dass es dir gefallen hat.

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