Die Aufgabe einer richtigen Mutter
Sie schreit die Frau an. Wütend strömen die Wörter aus ihrem Mund und der Frau entgegen. „Ich hasse dich!“ Und mit diesen Worten stürzt sie durch die Tür und schmeißt sie hinter sich ins Schloss. Die Mutter, komplett versteinert von der aufwallenden Wut, bleibt entgeistert zurück.
Ihr Verhältnis zu ihrer Tochter war gut. Eigentlich immer. Es gab Meinungsverschiedenheiten, wie sie die Streitigkeiten mit ihrer Tochter nannte, aber es waren zu viele. Zu viele, als das man die Aggressionen der Tochter der Mutter gegenüber, mit der Pubertät oder den Hormonen entschuldigen könnte.
Die Mutter fragt sich was sie falsch gemacht hat. Ihre anderen Kinder sind doch alle anders, normal. Nur dieses eine Mädchen nicht. Sie führt ein behütetes Leben, mit allem was sie braucht.
Während die Mutter die Scherben des zerbrochenen Tellers, den die Tochter vor lauter Wut auf den Boden geschmissen hat, zusammenkehrt erscheint ihr plötzlich ein Engel.
Die Frau ist verunsichert, weiß nicht was sie denken soll. „Hab keine Angst vor mir.“, sagt da der kleine Engel. Er lächelt, und irgendwie wirkt dieses Lächeln so vertrauenswürdig, dass sie sich tatsächlich setzt und dem Engel ihre ganze Aufmerksamkeit widmet.
„Deine Tochter ist nicht böse.“ Er hebt eine der noch auf dem Boden liegenden Scherben auf und sieht lächelnd seine Spiegelung an. Er scheint zufrieden. „Du lebst ihr nur das falsche Leben vor.“ Die Mutter ist verwirrt, weiß nicht, was sie mit diesen Worten anfangen soll. Sie hat doch ein schönes Leben. Einige Kinder, einen Mann und ein schönes kleines Häuschen in der Nähe von Berlin.
„Du liebst dich nicht selbst, Maureen. Kann das sein?“ Der Engel hatte nun auch auf dem Boden Platz genommen und sah sie an. Moreen sah aber keine Verurteilung in seinen Augen sondern echte Anteilnahme. „Du hast dich nie selbst lieben können, weil deine Mutter dir das Leben auch schon falsch vorgelebt hat. Deine Mutter hatte auch Kinder, einen Mann, ein Haus und war Hausfrau, richtig?“ Moreen bejaht. Woher weiß der kleine etwas pummlige Engel das denn alles?
„Du musst dich erst selbst lieben, bevor du deine Tochter lieben und ihr das richtige Leben vorleben kannst. Moreen, das ist deine Aufgabe und ich bin hier um dich in dieser besonderen Aufgabe zu unterstützen. Leicht wird es nicht.“
So half der Engel Maureen also ihr Leben einmal umzukrempeln. Sie trennte sich von ihrem Mann, der sie nur als Hausfrau ausgenutzt hatte, und begann das Leben zu leben. Sie unternahm Reisen, mit und ohne ihre Kinder, entdecke die Schönheit der Natur und wurde zu sich selbst.
Und tatsächlich hatte der Engel Recht. Die Aggressionen der jüngsten Tochter legten sich. Sie unternahmen viel und wuchsen zu einem Team zusammen.
Auch die Tochter brachte dann ihren Kindern diese Lektion bei und diese widerrum ihren. Das ist die Aufgabe, die eine Mutter erfüllen muss, damit eine Familie funktionieren kann. Eine kleine helfende Hand, eine Portion Mut, seine Komfort-Zone zu verlassen, machten aus Maureen einen anderen Menschen.
Kommentare
Gut, aber streckenweise zu erklärend. Zu wenig Platz für Phamtasie des Lesers. Sehr gutes Thema als Mutmacher für Mütter
Sehr gelungenes Drama, das mich insgesamt wirklich gut unterhalten hat. Die Geschichte war spannend erzählt und die Inszenierung hat eine dichte, emotionale Atmosphäre geschaffen. Besonders die Umsetzung und die Stimmung haben überzeugt und das Geschehen greifbar gemacht.
Auch wenn nicht jeder Moment perfekt war, überwiegen für mich klar die positiven Aspekte. Insgesamt ein empfehlenswertes Werk, das definitiv seine 4 Sterne verdient.
Es ist gut mal einen Einblick von der anderen Seite zu bekommen da ich mich auch wegen meinen gescwistern oder weil sie mir nicht vertraut mit meiner Mutter streite