Von Mobbing zu Mut
Lehrerin: Morgen ist das Schulfest. Dort kommt auch unser Bürgermeister, wie ihr alle schon wisst. Will Jemand eine Rede über Mobbing halten?
Chrissie: Ich bitte!
Lehrerin: Will jemand gegen Chrissie für die Rolle antreten?
Stille
Lehrerin: Niemand?
Elias(leise): Ich möchte gerne.
Ein Raunen geht durch die Klasse
Lehrerin: du?
Chrissie (springt vom Stuhl auf, schreiend): WAS! Du?!
Lehrerin(streng): Chrissie! Ruhe! Jeder darf die Chance haben mittzumachen.
Chrissie: Aber du bist der Mobber und hast fast jeden aus der Klasse schon mal gemobbt! (sarkastisch)Jetzt willst du dich gegen Mobbing einsetzten! (überheblich) Aber ist mir auch egal! Ich weiß, dass ich so oder so gewinnen werde!
Lehrerin: Ok. Wir wählen wer besser ist. Dafür müsst ihr beide etwas vorführen.
Chrissie: Ich fange an. Vielleicht wird ihr dann endlich mit wem sie es zu tun hat. Selbst die Klasse kennt die Gewinnerin schon. Keiner würde einen Mobber wählen!
Ein zustimmendes Murmeln geht durch die Klasse, Chrissie hält ihre Rede. Sie klingt ziemlich gut. Kommt von der Bühne runter und starrt herausfordernd Elias an.
Chrissie: Du kannst nur davon träumen besser als ich zu sein, du Mobber!
Lehrerin: Elias, du bist dran!
Elias geht wackelig auf die Bühne hin, dabei stolpert sie über seine eigenen Füße. Die Klasse lacht ihn aus.
Chrissie: Jetzt weißt du wie sich anfühlt gemobbt zu werden!
Elias rappelt sich hoch und geht wackelig zur Bühne. Er hält seine Rede.
Elias: Ihr wundert euch jetzt wahrscheinlich, warum ich jetzt hier oben stehe und eine Rede gegen Mobbing halte. Viele kennen mich als Mobber. Ich möchte mich für mein vorheriges verhalten zunächst entschuldigen. Vor einigen Tagen habe ich eine Person beim mobben erwischt. Dann habe ich gemerkt, dass der Mobber und ich vieles gemeinsam hatten. Erst dann merkte ich wie schrecklich ich mich gegenüber meinem Mitschüler verhalten hatte. Ich habe mir vorgenommen mich zu verändern und hoffe ihr würdet mir eine zweite Chance geben könntet. Ich hatte noch nie echte Freunde, deshalb wollte ich cool aussehen und habe angefangen andere zu mobben. Aber das ist keine Entschuldigung für meine Taten. Ab heute will ich mich gegen das Mobben einsetzten und hoffe, dass diese Rede euch damit hilft, nicht meinen Weg zu gehen. Vielen Dank! (redet als erstes stotternd, wird aber mit jedem Wort selbstbewusster)
5 Sekunden lang Stille. Danach geht ein Applaus durch die Klasse.
Lehrerin (wischt sich Tränen aus dem Augenwinkel weg und steht auf): Bravo! So eine tolle Rede habe ich lange nicht gehört. (dreht sich zur Klasse um) Es ist mutig auf einer Bühne zu stehen und zu reden, aber noch mutiger ist es seine Fehler zu erkennen und sie öffentlich zu akzeptieren und korrigieren. (kurze Pause) Wählen wir jetzt.
Mehrheit der Klasse wählt für Elias- es steht 8 zu 13. Chrissie geht zu Elias und schüttelt seine Hand
Chrissie: Das war eine tolle Rede. Gratulation!
Elias (lächelnd): Danke!
ENDE
Kommentare
Toll gemacht! Ich fand die Idee voll kreativ. Mach weiter so.